Abgesehen von Obst und Schnittgut hat die Streuobstwiese noch mehr zu bieten. Neben seltenen Pflanzenarten im Unterwuchs der Gehölze ist es besonders die Vogelwelt, die charakteristische Arten zeigt. Abhängig vom Nahrungs- und Nistangebot findet man unterschiedliche Arten- und Individuenreichtum. Als Mensch hat man besonders auf die Bäume beziehungsweise die gesamte Baumstruktur der Streuobstwiese hohen Einfluss. Damit verändert sich dann die Artenzusammensetzung, genauso wie mit dem Vorhandensein von Kleinstrukturen oder dem negativen Einfluss der intensiven Freizeitnutzung. Falls Sie daran interessiert sind, was es alles (und darüber hinaus natürlich noch viel mehr) zum Naturschutz in Filderstadts Streuobstwiesen zu sagen gibt, dann sind Sie in diesem Artikel genau richtig.

Die Weißbeerige Mistel gehört zur Familie der Sandelholzgewächse. In Deutschland kommt sie mit drei Unterarten vor: die Laubholz-Mistel (Viscum album ssp. album), die Tannen-Mistel (Viscum album ssp. abietis) und die Kiefern-Mistel (Viscum album ssp. austriacum). Der Name Viscum bedeutet Mistel oder Vogelleim. Die Römer stellten aus den Beeren Vogelleim her. Diese drei Unterarten unterscheiden sich durch ihre Vorliebe der Wirtspflanzen, dies zeigt sich bereits im jeweiligen Artnamen. Für den Streuobstanbau ist die Laubholz-Mistel bedeutsam.